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SPORTaktiv Oktober 2021

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SCHRÄGE ZUKUNFT PUMPEN

SCHRÄGE ZUKUNFT PUMPEN IST WIEDER IN. FORTSETZUNG UNSERER SERIE „LEGALES BIKEN“ MIT DEN FRAGEN: WO LERNEN KINDER DERZEIT AM SCHNELLSTEN BALANCE UND KÖRPERGEFÜHL? UND WIE ENTSTEHT EIGENTLICH SO EIN PUMPTRACK? VON CHRISTOPH HEIGL Fotos: Alliance/Gabriel Hauer, Christoph Heigl 62 SPORTaktiv

DIE TECHNIK Durch die Gewichtsverlagerung sowie Be- und Entlastung zum richtigen Zeitpunkt entsteht über Oberkörper, Arme und Beine eine „Pump“-Bewegung und ein permanenter Schwung. „Wie auf einer Schaukel, wo man ohne Antauchen in Schwung bleibt“, sagt Georg Berger-Schauer. Beherrscht man die Technik am Rad, muss man nicht treten. Durchs „Pumpen“ hält man den Speed über die Wellen und durch die Anliegerkurven. Fortgeschrittene verwenden die Wellen auch zum Springen. Große Anlagen haben zudem eigene Jumplines. Das ideale Rad: alles, was rollt. Vom Laufrad bis zum Mountainbike, vom Skateboard bis zum Scooter. Kleine 26-Zoll-Mountainbikes („Dirtbikes“) haben sich für Sportliche als Wettkampfrad etabliert, es gibt eigene Rennserien. Neuester Clou: Inklusionstracks. Auf diesen etwas einfacheren Layouts können sogar Rollstuhlfahrer ihre Runden drehen. Im Kurzentrum Bad Radkersburg (St) wird so einer gerade realisiert. lingt unlogisch, aber unsere fünfte Folge von „Legal Biken in Österreich“ spielt auf der schwarzen Verbindung von Gesteinskörnungen und Bitumen. Ja, auf Asphalt. Denn sie erfreuen mittlerweile die ganze heimische Radszene, die neuartigen Asphaltwellenbahnen, „Pumptracks“ genannt, die in ganz Österreich wie Schwammerln aus dem Boden schießen. Gut, Schwammerln wachsen von selbst, wird unser Experte und Gesprächspartner gleich einwerfen. Bei Pumptracks muss man schon ein bisserl nachhelfen. Wir sitzen an der Asphaltkante in der Zielkurve des neuen Pumptracks in Lebring, unsere Beine baumeln in die Schrägkurve hinunter und Georg Berger-Schauer streicht mit der rechten Hand fast zärtlich über den schwarzen Belag. „Schön ist er geworden“, meint er anerkennend, „sehr schön.“ Und von imposanter Größe. Immerhin zählt die Anlage südlich von Graz zu den größten Pumptracks Österreichs, eigentlich ganz Mitteleuropas. Gebaut hat sie Berger-Schauer als Projektleiter der aus der Pumptrack-Hochburg Slowenien stammenden Firma „Alliance“, Zweigstelle Kirchdorf (OÖ). Wenn Radfahrer oder Scooter-Fahrer drauf herumkurven, schaut es supereasy, spaßig und nach SPORTaktiv 63

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