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SPORTaktiv Oktober 2021

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wurde die Medium-Strecke

wurde die Medium-Strecke gewählt (137 km, 3053 hm), so lassen wir den berüchtigten Mortirolo der Langdistanz (151 km, 4058 hm) links bzw. rechts liegen. Die Temperaturen fallen, der 20er am Thermometer verabschiedet sich genauso schnell wie der 30er im Temposchnitt. Spätestens ab Bormio wird es langsam hochalpin, die Temperaturen sinken auf 18, 16, 14 Grad, es bleibt aber sonnig, die Ersten ziehen dennoch die Ärmlinge wieder hoch. Im für den Verkehr gesperrten Serpentinenkarussell Richtung Passo Umbrail wird FREUNDLICHER APPLAUS VON KIRCHGÄNGERN, PASSANTEN UND URLAUBERN. RADFAHREN HAT ECHT KULTUR HIER. es weder fad noch kalt, erst beim Anblick von „König Stelvio“ (deutsch: Stilfserjoch) fröstelt es. Erstens, weil die Gebäude des atemberaubenden Passübergangs in den Vinschgau noch so atemraubend weit entfernt sind, und zweitens, weil auftauchende Wolken in der hochalpinen Ortler-Umgebung für mystische Stimmung und sogar ein paar Tropfen aus dem Nebel sorgen. Am Sigma lese ich nur noch 8 Grad, als ich durch den Zielbogen auf 2757 Metern rolle, und jetzt brauche ich dringend warmes Gewand. Ein Heer von Freiwilligen koordiniert den Kleidungsservice und ich ziehe mich für die 20 km lange Abfahrt nach Bormio hinunter an. Santini-Käppi unter den Helm (das gab es BEKLEIDUNGS-ABC VON KOPF BIS FUSS KOPF: Für Herbst/Winter empfehlen sich weniger gut belüftete, eher geschlossene Helme. Darunter: Helmkappe, Buff oder dünne Winterhaube mit Ohrenschutz. Bei großer Kälte auch Hals und Mund schützen. Brille als Wind- und Kälteschutz! FUNKTIONSUNTERWÄSCHE: Wärmende Schicht (wie Skiunterwäsche), darüber Fleece, Merino oder Polartec-Stoffe, die Feuchtigkeit nach außen transportieren. WÄRME- UND ISO-SCHICHT: Langarmtrikots mit Windschutzlösungen. Wenn es im Herbst noch wechselhaft ist: Ärmlinge. Sonst leicht gefütterte Wintertrikots. Windwesten als Ergänzung in Trikottasche oder Rucksack. JACKEN: Je nach Temperatur dünne oder dicken Winterjacken. Winddicht, wasserabweisend (Wasserdicht heißt meistens Schweißbad). Entscheidend ist, dass sie lang geschnitten sind (auch die Ärmel) und bis über den Hintern reichen. Zwiebelprinzip! HANDSCHUHE: Aufpassen auf den empfohlenen Temperaturbereich, weil Finger sehr kälteempfindlich, fürs Lenken, Bremsen und Schalten aber essenziell sind. Guter Grip auf der Innenhand und an den Fingerspitzen wichtig (Silikonprints). HOSEN: Wenn es noch herbstelt, machen Beinlinge einen guten Job. Unter 10 Grad braucht es die lange Winterradhose, mit winddichten Softshell-Einsätzen bei Knie und Hüfte. Am Rennrad oder Gravelbike möglichst eng geschnitten, Mountainbiker können auf weite und robuste Winterpants zurückgreifen. Kombination aus langer Hose und (Winter-) Baggyshort darüber möglich. SOCKEN: Möglichst dick, möglichst lang. Unser Tipp: Skisocken. SCHUHE: Dünne Überzieher oder dicke Neopren-Überschuhe sind flexibel einsetzbar. Gegen null Grad braucht es echte, gefütterte Winterschuhe. Achtung, Winter! Italiener und generell Süd-Europäer verstehen unter Wintertemperaturen etwas anderes als Österreicher im Zentralalpenraum. Für Santini und Co. sind 4 bis 8 Grad plus frostig, da fährt der Ötztaler noch mit kurzer Hose. Bitterkalt wird es durch den Windchillfaktor tatsächlich bei Minusgraden. Bis etwa minus fünf, zehn Grad kann man noch ganz gut Rad fahren, dann aber eher windgeschütztes Mountainbiken. Spezialthema MTB: Achtung, Schwitzgefahr! Ähnlich wie beim Skitourengehen kommt man bergauf mit erstaunlich wenig aus. Oben Jacke aus dem Rucksack und fertig. Einstellung: Genauso wichtig wie gute Radbekleidung ist die richtige Einstellung. Freude am Radfahren bringt Wärme in den Körper. Wer mit der Einstellung loskurbelt, dass es eh viel zu kalt ist, der friert garantiert schneller. 70 SPORTaktiv

als „Finisher“-Edition am Zielstrich), verschwitztes Trikot gegen trockenes Langarmtrikot tauschen, darüber eine wind- und wasserdichte Winterjacke, Beinlinge, winddichte Langfinger-Handschuhe. Sollte reichen. Eine Woche später hat es am selben Ort -2 Grad und leichten Schneefall. Für den Giro d’Italia haben sie Jahre zuvor schon mal den Schneepflug vorausschicken müssen. Mein Mittelweg im Herbststyle erweist sich als guter Kompromiss, manche fahren sommerlich zurück ins Tal, andere wie Polarforscher. Bormio empfängt mich wieder mit 20 Grad. Auf zur Pasta-Party. Santini Santini hat sich mit Funktionskleidung (u. a. Weltmeistertrikots der UCI) und als Hauptsponsor des Granfondo Stelvio einen Namen gemacht. Das Familienunternehmen aus Bergamo wird von Monica und Paola Santini geführt, den Töchtern von Firmengründer Pietro Santini. Auf „Made in Italia“ ist man stolz, auf die Leidenschaft für Radsport auch. „Wir machen das für die Menschen“, sagt Monica Santini. Marketing Manager Matteo Tolio und Designer Fergus Niland unterstreichen die hohe Pietro Santini Qualität der Produkte, die durch die Kooperation mit Polartec auf dem neuesten Töchtern mit seinen Stand in Sachen High-Performance, Monica (l.) und Paola (r.), die Wetterschutz und Atmungsaktivität sind. die Firma jetzt www.santinicycling.com leiten. Huerzeler Mehrwert Buchen Sie Hotel + Mietrad direkt bei uns. Wir schenken Ihnen: • 20 % auf die Radmiete • Sportbeutel • Trinkflasche • Huerzeler-Team-Trikot • 2 Fit Hit von Romer • Radsportkarte (auf Wunsch) • Erinnerungsgeschenk + vieles mehr Sämtliche Detailinformationen und Preise finden Sie auf unserer Webseite. Buchen Sie Ihre Radsportferien* direkt und bequem auf huerzeler.com oder telefonisch in unseren Reisebüros. Schweiz | andere Länder: + 41 44 500 37 37 Deutschland | Österreich: + 49 7033 6928 30 * Selbstverständlich auch gerne mit Flug und Transfer

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