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SPORTaktiv Oktober 2021

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AUS PRO BIERT BIKE

AUS PRO BIERT BIKE DIESMAL IM KURZTEST: BÄRENTATZEN ZUM DRAUF- STEIGEN, WINTERGRÜSSE AUS BERGAMO UND EIN GANZ SMARTER DATENSAMMLER. STANDFEST WIE EIN BÄR Leute, die schon in Kanada waren oder in Gegenden mit ähnlichen Wildtierpopulationen, erhalten ja vor längeren Outdoor-Abenteuern Einschulungen, wie man einem Grizzly oder anderen Bären (man sehe mir zoologische Unschärfen nach) begegnet. Was ich mir aus diesen Erzählungen gemerkt habe: Einen Bär, der sich vor dir aufstellt, haust du nicht um. Jetzt, warum schreibe ich das? Weil mir genau diese Geschichte in den Sinn gekommen ist, als ich mit dem brandneuen Flatpedal LINK der österreichischen Firma TATZE unterwegs war. Keine Wurzel, kein Stein, keine Stufe verrückt da deinen Stand. Die Pedale, die es ab März 2022 um 145 Euro geben wird, haben zudem einen flachen Körper, wodurch man auch Baum, Strauch, Fels und vor allem dem Boden weniger Angriffsfläche zum Hängenbleiben bieten soll – verspricht der Hersteller. 8,8 mm dünn sind sie an der exponierten Außenkante. Das Wichtigste sind freilich die kleinen Metallstifte, die im Verbund mit den richtigen Schuhen für den Halt sorgen. Deren Anordnung kann man beim Tatze-Pedal persönlich konfigurieren oder einfach noch 4 zusätzliche Pins reinschrauben, die ebenso wie ein eigener Werkzeugschlüssel im Lieferumfang enthalten sind. Aber auch in der Standard-Konfiguration hatte ich auf allen Trails, die ich fahrtechnisch in der Lage bin zu fahren, einen bärigen Halt – so muss sich der Grizzly fühlen, wenn ich ihm einen Schubser gebe. VON CHRISTOPH HEIGL UND KLAUS MOLIDOR Fotos: Thomas Polzer, Christoph Heigl 78 SPORTaktiv

ER KAM, SAH UND SIGMA FLAUSCHIGER FROSTSCHUTZ Noch auf der Suche nach der perfekten Winter-Radjacke? Vielleicht ist es die brandneue VEGA ABSOLUTE von Santini. Wenn man beim Stelvio-Radmarathon in Bormio den Santini-Chefdesigner Fergus Niland trifft, erhält man gleich Produktinfos aus erster Hand. „Bei uns in Bergamo haben wir den perfekten Trainingsberg für den Winter“, sagt der gebürtige Ire. „1400 Höhenmeter. Aber noch nie hatte ich diese eine ideale Jacke für bergauf, in der man nicht schwitzt, und für bergab, in der man nicht friert.“ Voilà, das soll die Vega Absolute sein. Humoriger Zusatz: „Beim Design wollten wir wegen der Sichtbarkeit weg vom Schwarz, ohne gleich in die Optik eines Straßendienstmitarbeiters oder der Müllabfuhr zu kommen.“ Sehr gelungen, Mr. Niland. Santini-typisch sitzt die Jacke (€ 239,– aktuell um € 189 auf der Website) wie eine zweite Haut, italien-typisch ist sie eng geschnitten. Bei den Materialien setzt man auf die Weiterentwicklung von Softshell und den Polartec-Stoff Powershield Pro. Winddicht, mit 5000 mm Wassersäule ausreichend wasserdicht und deshalb auch atmungsaktiv. Die Jacke ist viel leichter, weicher und luftiger, als man es von einer Winterjacke erwartet. Mit der (dickeren) Vega-Extreme-Winterjacke hatten wir schon beste Anti-Frost-Erfahrungen am Rennrad, die neue Vega Absolute soll noch besser sein, verspricht Niland. Bis 4 Grad haben wir uns schon vorgewagt, den wahren Härtetest wird jetzt der echte Winter liefern. 2,99 Euro pro Funktion, das ist das beachtliche Preis-Leistungs- Verhältnis des neuen ROX 4.0 von SIGMA. Denn der Radcomputer kostet € 89,95 im Basis-Set (online auch deutlich darunter) und bietet satte 30 Funktionen, das Paket mit allen Sensoren (Puls, Speed und Trittfrequenz) kostet € 189,95. Damit kann der Sigma ziemlich viele Daten erfassen. Von klassischen Infos wie Speed, Distanz und Höhenmetern bis hin zu Trittfrequenz, Puls, Höhengrafik, Kompass, Steigungsprozent und Temperatur. Und das alles völlig kabellos mit integriertem GPS sowie barometrischer Höhenmessung und aktualisierter GPS-Kalibierung. Ganz schön groß, der Kleine! Der Start verläuft noch nicht so reibungslos, erst nach dem Software-Update über die Sigma-App syncen alle Sensoren und auch die Handy-Koppelung klaglos. Das Display lässt sich bestens ablesen (dank Helligkeitssensor und Beleuchtung auch nachts), nur die Menü-Führung und die Handhabung mit den drei Tasten ist am Anfang schwer zu durchschauen. Langjährige Sigma-User haben aber wohl keine Probleme. Bis zu sechs Datenseiten lassen sich via App konfigurieren. Bei der Halterung wählten wir den „Overclamp-Butler“, der den ROX mittig auf dem Vorbau montiert. Die Position vor dem Vorbau wäre speziell am Rennrad optisch schnittiger, beim Alltagsradler kein Kriterium. Wenn wir beim Nörgeln sind: Das GPS ist sehr sensibel und schreit schon bei kurzen Unterführungen mit Piepston Alarm („Kein GPS!“), eine Sekunde später Entwarnung („GPS OK!“). Uff. Ansonsten spielt der ROX 4.0 in einer eigenen Liga zwischen den Einsteigermodellen und den großen Jungs der Garmin-Riege mit Kartenmaterial. Der ROX 4.0 bietet Komoot-Integration (Pfeilnavigation) und die Koppelung mit E-Bikes, um Unterstützungsstufe, Akkustand und Co. anzuzeigen. Apropos Akku: Der ROX selbst soll ca. 25 Stunden halten. Reicht knapp für den 24-Stunden-Weltrekord. Sonst aufladen mit USB-C-Buchse. SPORTaktiv 79

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