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SPORTaktiv Oktober 2021

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Rebula. So heißt die

Rebula. So heißt die autochthone Weißweinrebe in der Region GoriŠka Brda (kurz: Brda) auf der slowenischen Seite der Grenze; im benachbarten, wenige Kilometer entfernten Friaul-Julisch-Venetien wird die gleiche Sorte als „Ribolla Gialla“ bezeichnet. Was gleich die geografische Lage dieses sanften Hügellandes im südwestlichen Slowenien ganz gut erklärt. So stehen wir mit geschulterten Rucksäcken und leicht verschwitzt auf der mondänen Terrasse des Weinguts Medot der Familie Simčič und hören, dass Zvonimir, jener Mann, auf dem die Tradition des Gutes in der Ortschaft Dobrovo aufbaut, hier als nichts weniger denn der „Vater des Rebula“ gilt. Zur Begrüßung gibt es einen der Schaumweine zu probieren, die eine Spezialität des Hauses Medot sind und die ihr feines Bouquet durch einen speziellen Gärungsprozess bekommen. Bitte an dieser Stelle keine önologisch fundierte Abhandlung erwarten. Eine Führung durch die Weinkeller des Weinguts Medot ist jedenfalls ein lehrreiches Erlebnis – und die anschließende Verkostung, wieder zurück auf der sonnigen Terrasse und mit Traumausblicken in die Weinberge garniert, ein in noch höherem Ausmaß sinnliches. Dass neben viel südlicher Sonne auch über Jahrzehnte kultuviertes Wissen sowie Liebe zum Produkt in den verkosteten Weinen und Schaumweinen stecken: Das erkennt und erschmeckt – zumindest in Ansätzen – auch der Laie. Zwischendurch werden feine Happen serviert, die vom Küchen- Fotos: www.slovenia.info (3), Domenig 82 SPORTaktiv

WANDERN UND WEIN FEIN! Blick auf Šmartno im Hügelland der slowenischen Goriška Brda-Region. Der Alpe-Adria-Trail verläuft hier. SANFTE BEWEGUNG IN DER NATUR MIT KULINARISCHEM ERLEBEN ZU KOMBINIEREN, WIRD IMMER BELIEBTER. AUF EINLADUNG VON „SLOWENIEN TOURISMUS“ HABEN WIR UNSER SÜDLICHES, GRÜNES NACHBARLAND ERKUNDET. ZU FUSS UND MIT DEM GAUMEN. VON CHRISTOF DOMENIG chef des Restaurants Gredič kreiert sind, und das ist immerhin im Michelin-Guide gelistet. Ja, so lässt es sich leben. Und so kann man gestärkt und beschwingt die nächste Etappe einer Tour durch die Weingärten, Obstgärten, Hügel und lieblichen Ortschaften in Angriff nehmen. Man braucht zum Wandern keine hohen Berge und Bewegung in der Natur und Gaumenfreuden lassen sich bestens kombinieren: Das weiß man längst und es entdecken immer mehr. Slowenien passt als Location für diese Kombination sehr gut. Der Titel „Europäische Gastronomieregion 2021“ wurde heuer an unser kleines südliches Nachbarland mit seinen etwas über zwei Millionen Einwohnern verliehen. Und Slowenien ist genauso ein ganz ausgezeichnetes Wanderland, mit 10.000 Kilometern markierten Wegen, etliche davon im alpinen Gelände. So bekannte Regionen wie das Triglav-Gebiet und das Soča-Tal mit dem türkisgrünen Fluss sind darunter. 59 Prozent des Landes sind bewaldet, 41 Prozent als ein Schutzgebiet ausgewiesen, auch diese Zahlen beeindrucken. Aber die Brda-Region, wo man von dem 23 Meter hohen Aussichtsturm Gonjače bei klarer Sicht schon einen Blick auf die Bucht von Triest erhascht: Die beeindruckt dann doch noch einmal nachhaltiger. Man könnte sich einfach von den Blicken auf die Landschaft betören lassen. Die grünen, sanften Hügel, die Weinhänge und Obstgärten (zu Kaisers Zeiten waren das hier die Kirschgärten des SPORTaktiv 83

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