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SPORTaktiv Outdoorguide 2017

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HIKE & FLY Bergführer

HIKE & FLY Bergführer Andreas Nothdurfter, in Blau in der Bildmitte, ist für die Bergauf- Höhenmeter der „Hike & Fly“-Gruppe verantwortlich. Prüfinstitution „European Academy of Parachute Rigging“ (EAPR) häufig die Testflüge für neue Paragleitschirm-Modelle durch. Was das mit dem Wasser zu tun hat? „Im Zweifelsfall sind Notlandungen im Wasser statt am harten Landboden die bessere Wahl“, scherzt er. Hätte man nur nicht gefragt ... Noch einmal drehen wir ab Richtung Bergwelt. Wie geschrumpft liegt unser Startplatz da unten. Mike zeigt auf Alternativen in der Umgebung, allesamt knapp über 2000 Meter hoch: Spieljoch, Hochiss, Unnutz und Guffert. ... UND HIKE MIT ANDREAS Diese Startplätze für das Flugabenteuer sind allesamt über ausgesucht schöne Routen oder Klettersteige zu erreichen. „Wir wählen nicht die Mike Küng, dreifacher Weltmeister in Gleitschirmakrobatik, Spitzname „Mad Mike“, heißt Gäste an Bord willkommen. einfachsten Wege, aber die schönsten“, wirbt Bergführer Andreas Nothdurfter. Er ist für den ersten Teil der ungewöhnlichen Duathlons zuständig, steht hinter dem Programmkapitel „Hike“. Es geht über alte Almpfade, entlang ruppiger Schuttkegel und über ausgesetzte Traversen Richtung Klettersteig. Je nach Können werden Touren ausgesucht, die einen fordern, aber nicht überfordern. Die Steige sind gut ausgebaut, auch wenn der Regen am Vortag den Fels teilweise rutschig gemacht hat. Die Aussichten rüber ins Karwendelgebirge, die Zillertaler und Stubaier Alpen oder ins Inntal sind schon von der Gipfelkreuz-Position aus grandios. Ein paar Stockwerke höher, am Schirm baumelnd, werden sie atemberaubend. Wie hoch er selbst schon mit einem Paragleitschirm geflogen ist, will ich vom Chefpiloten wissen. „Beim Höhenweltrekord bin ich aus 10.100 Meter mit dem Schirm aus einem Ballon abgesprungen“, erzählt der seither mit dem Vornamen-Zusatz „Mad“ Geschmückte. Auch dass er schon über den Ärmelkanal geflogen ist, weiß man wenig später. Hätte man nur nicht gefragt ... UND DAS GEHT SICH AUS? Mad Mike ist bereits wieder Richtung See abgebogen. Am Südende am Ortsrand von Maurach wird schon der Landeplatz sichtbar. Noch wirkt er ziemlich klein. Plötzlich ziehen mich die Fliehkräfte nach außen, die Sitzposition verändert sich von waagrecht in leicht gekippt, die Flugbahn von einer Geraden in eine enge Spirale Richtung unten. „Was machst du da?“, will ich wissen. „Wingover“, sagt Mad Mike. Dass er dreifacher Weltmeister im Akrobatikfliegen ist, verrät er mir erst nach der Landung. Hätte man nur nicht gefragt. Der Boden kommt jetzt immer schneller immer näher. Ein Blick auf den Windsack neben der Wiese verrät dem Piloten die richtige Richtung für den Landeanflug. „Das geht sich aus?“, äußere ich sanfte Zweifel am Gelingen einer sanften Landung. „Ich bin schon in einem fahrenden Ferrari-Cabrio gelandet“, hat Mad Mike auch noch Zeit, mir diese Anekdote zukommen zu lassen. Hätte man nur nicht gefragt ... „Füße nach vorne strecken“, kommen letzte Anweisungen. „Aufsetzen!“ Ich spüre wieder Boden unter den Füßen. Hinter uns sinkt der Schirm erschöpft in die Wiese. Hat da irgendwer behauptet, der Weg vom Gipfel sei nur ein lästiger Abspann eines Bergabenteuers? „Hike & Fly“ Achensee – wird zu folgenden Terminen mit den beiden genannten Akteuren Mike Küng und Andreas Nothdurfter angeboten: 28. & 29. OKTOBER 2017 4. & 5. NOVEMBER 2017 WEITERE TERMINE AUF ANFRAGE VORAUSSETZUNGEN: Gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit. PREIS: EUR 399,– PRO PERSON Anmeldung & Reservierung unter info@mikekueng.com INFOS ZUR REGION: www.achensee.info FOTOS: Klaus Höfler 108 SPORTaktiv-OUTDOORGUIDE 2017

KLETTERN UND „MEER“ AM ACHENSEE Der Achensee ist Tirols größter See. Seine fünf Ferienorte liegen eingebettet in der faszinierenden Berglandschaft des Karwendel- und Rofangebirges im Herz der Alpen. FOTOS: Achensee Tourismus Zwischen dem wildromantischen Karwendelgebirge im Westen und dem majestätischen Rofangebirge im Osten liegt der größte und wohl auch schönste See von Tirol – der Achensee. Dieser kristallklare Gebirgssee bildet auch das Herz der Urlaubsregion, die aus den fünf Orten Achenkirch, Maurach, Pertisau, Steinberg und Wiesing besteht. Einen der schönsten Ausblicke auf den Achensee genießen jene Sportler, deren Zuhause der Fels ist: Hoch über dem See finden passionierte Kletterer mit dem Rofangebirge eines der besten Tiroler Kletterreviere. Und wenn als Alternative ein so prominentes Klettergebiet wie das Karwendel ebenso „vor der Tür“ liegt, reicht ein Urlaub zum Kennenlernen kaum aus. Geübte lockt zum Beispiel das Gebiet rund ums Lamsenjoch mit bis zu 400 Meter hohen Wänden. Aber auch Kinder und Einsteiger finden überm Achensee ihre Lieblingsfelsen. Tipp: Detaillierte Infos über die zahlreichen Klettermöglichkeiten im Rofan- und im Karwendelgebirge enthält eine ausführliche Broschüre, die es kostenlos beim Tourismusverband Achensee gibt. SPASS FÜR DIE GANZE FAMILIE Schon fast ein Klassiker im Rofan ist der Achensee-5-Gipfel-Klettersteig. Er führt zu den umliegenden Gipfeln von Haidachstellwand, Rosskopf, Seekarlspitze, Spieljoch und Hochiss. Mit einer Länge von zwei Kilometern zählt er zu den längsten Klettersteigen im Alpenraum. Ein besonderer Tipp für Familien und Einsteiger ist der neue Klettergarten Achenseehof in Achenkirch. Der ist ein perfekter Übungsplatz für Kletterfreunde jeder Generation. Neben Routen für Kinder- und Jugendliche bzw. Anfänger wartet auch die eine oder andere schwierigere Route. Strand, Spielplätze, Parkplätze und Kontakt ACHENSEE TOURISMUS Im Rathaus 387, A-6215 Achenkirch am Achensee, Tirol Tel.: 0 52 46/53 00 0 E-Mail: info@achensee.com www.achensee.com ein Hochseilgarten in unmittelbarer Nähe runden das Angebot ab. Nach so viel Bewegung empfiehlt sich ein Sprung ins kühle Nass. Am Achensee kann man aufgrund des frei zugänglichen Ufers überall einfach sein Handtuch aufschlagen – von traumhaften Badebuchten bis zu den Strandbädern haben Wasserratten die Qual der Wahl. Aufgrund der perfekten topografischen Voraussetzungen bietet der Achensee auch für Radfahrer, die genussvoll die Natur erkunden wollen, schöne Tourenmöglichkeiten: Radwanderwege führen entlang des Seeufers in eines der romantisch gelegenen Seitentäler oder zu bekannten Almen, die bequem auch von den Orten aus zu erreichen sind. Tipp: WER DIE FÜNF GIPFEL mit erfahrenen Guides gehen möchte, kommt am besten zum Klettersteigcamp vom 6. bis 9. Juli. Erfahrene Salewa-Klettersteig-Guides führen dort Anfänger sowie Fortgeschrittene über die Eisenwege und zeigen, worauf es bei Planung, Technik, Ausrüstung und Sicherheit am Berg ankommt. Das komplette Package kostet € 435,– PRO PERSON, beinhaltet 3 Nächte im 4-Sterne-Wellnesshotel mit Halbpension, 4 Tage Trainingsprogramm, Leihmaterial, Rofanseilbahn-Fahrten und ist über sportalpen.com buchbar. 109

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