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SPORTaktiv Outdoorguide 2017

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OUTDOORGUIDE PACK DEN

OUTDOORGUIDE PACK DEN SACK! Jeder braucht ihn am Berg, keiner will ihn spüren – den Rucksack. Höchste Zeit, einmal umfassend zu erklären, was die Hightech-Rucksäcke von heute ausmacht und wie du den richtigen Partner für deine Bergtour findest. Klaus Molidor Jausenweckerl, Trinkflasche, Haube, Regenschutz: Unverzichtbare Dinge für jede Bergtour. Genauso wie Wechselkleidung, Pflaster, Handy, Fotoapparat. Für all das braucht es einen Partner. Einen der zuverlässig ist und nichts durcheinanderbringt – kurz: einen Rucksack. Auch wenn Retro im Trend liegt und die Nostalgiemodelle wieder kommen: Der moderne Wanderund Bergtourenrucksack ist ein Hightech-Produkt. Er besteht aus – je nach Einsatzbereich – 200 bis 300 Einzelteilen. und es gibt ihn für nahezu alle Bedürfnisse, von der Wanderrunde bis zur Hochtour fein auf die jeweiligen Einsatzbereiche abgestimmt. MIT ODER OHNE NETZ Vorbei ist die Zeit, in der eingepackte harte Gegenstände den Rücken malträtiert haben, vorbei ist auch das Chaos im Stauraum. Die aktuellen Rucksäcke sind stabil, bieten jede Menge Platz und können ganz individuell an den Rücken ihres Trägers angepasst werden. Aber vor der Wahl des richtigen Modells gilt es trotzdem eine Glaubensfrage zu beantworten: Rückenteil mit Netz oder ohne Netz. Daran scheiden sich die Geister. Bei den Netzmodellen liegt nur ein luftiges Netz am Rücken auf, während der Packsack gewölbt dahinter in ein paar Zentimetern Abstand folgt. Der Vorteil: Zwischen Rücken und Rucksack kann die Luft zirkulieren, der Träger schwitzt deutlich weniger, verliert also weniger Flüssigkeit und büßt damit auch nicht so schnell an Leistung ein. Der Nachteil: Der Rucksack lässt sich durch die Wölbung nicht so exakt packen und liegt deutlich weniger stabil am Rücken an. Um einen Rucksack so wenig wie möglich zu spüren, sollte das Gewicht möglichst nah beim Körperschwerpunkt liegen. Ein Rückennetz steht aber genau diesem Effekt entgegen. Eine kleine Entscheidungshilfe gibt es allerdings schon: Wer hauptsächlich wandert und nicht im alpinen oder hochalpinen Bereich unterwegs ist, der ist mit einem Netzrücken gut bedient. Wer längere Touren geht und auf Trittsicherheit und Bewegungsfreiheit achten muss, der sollte dagegen ein Modell wählen, das mit einem Polster eng am Rücken anliegt. Outdoor-Spezialist Ortovox verzichtet in seiner Modellpalette überhaupt gänzlich auf Rucksäcke mit Netzrücken. „Weil wir das Gewicht möglichst nah am Körper tragen wollen. Das trägt wesentlich zum Tragekomfort bei“, erklärt Markus Kacner, Rucksack-Produktmanager von Ortovox. INTENSIVE TESTPHASE Bevor ein Rucksack aber überhaupt auf den Markt kommt, testen Athleten, Profibergführer und Mitarbeiter einen Prototyp auf Herz und Nieren. „Da werden dann Details optimiert, bis der Rucksack in Serienreife gehen kann“, sagt Kacner. FOTOS: Ortovox 56 SPORTaktiv-OUTDOORGUIDE 2017

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