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SPORTaktiv Outdoorguide 2021

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NICHT ZU SCHAUEN, WAS

NICHT ZU SCHAUEN, WAS HAT DER ANDERE MEHR ALS ICH, SONDERN ZU SEHEN UND ZUFRIEDEN SEIN MIT DEM, WAS MAN SELBST HAT. Egal ob Norwegen (großes Bild) oder am Jakobsweg. Norbert Lüftenegger liebt die Bewegung. Ironman, irgendwann ist er bei der 20-fachen Distanz angekommen. 20 Tage lang jeden Tag einen Ironman – bei diesem „Double Deca“ hält er auch den Weltrekord, dazu Guiness World Records auf der Doppel- und Fünffach-Ironman-Distanz. „Das Schöne daran ist: Das ist eine große Familie. Man macht die Bewerbe miteinander und nicht gegeneinander.“ Die mentale Stärke für solche Unterfangen hat er sich auf der Wanderschaft geholt. „80 Prozent dieser Bewerbe macht der Kopf aus.“ Weil er unterwegs viele Schicksale kennengelernt hat, will er auch etwas zurückgeben, veranstaltet Charitys für schwerkranke Kinder, um ihnen ein paar schöne Stunden zu ermöglichen. „Von dieser Lebensfreude und dem Lebensmut kann man so viel lernen“, sagt Norbert Lüftenegger. Ergebnisse sind ihm egal, das Erleben, das eigene Tun, die Freude an der Bewegung stehen im Vordergrund. Der lange Pilgerweg hat seinen Blick geschärft für die kleinen Dinge im Leben. Auch dafür, sich nicht zu vergleichen mit anderen. „Nicht zu schauen, was hat der andere mehr als ich, sondern zu sehen und zufrieden sein mit dem, was man selbst hat.“ Norbert Lüftenegger urteilt nicht, er lässt Meinungen anderer gelten, Diversität. Die Meinung der anderen über ihn spielt eine untergeordnete Rolle. Was er will ist, andere vom Jakobsweg zu begeistern, sie zu ermuntern ihn auch zu gehen, sich darauf einzulassen über das lange Gehen zu sich zu finden. Ziele hat er natürlich auch noch. Den Marathon des Sables durch die Sahara. „Das ist seit vielen Jahren ein großer Traum.“ 2021 wurde er abgesagt, im April 2022 soll die nächste Auflage über die Bühne gehen. Mit Norbert Lüftenegger. Denn warten will er nicht. Im Hier und Jetzt leben, das ist seine Devise und seine Grenzen ausloten. „Die Hitze taugt mir.“ Und wer schon einmal 2858 Kilometer gegangen ist, den schrecken 200 Wüstenkilometer nur noch bedingt. Seine Erfahrungen will er künftig auch in Seminaren weitergeben. Darin wird es weniger um die extremsportlichen Leistungen gehen. „Ich möchte Leute dazu bewegen sich zu bewegen und ihnen vielleicht auch beim Sport helfen. Und natürlich will ich sie motivieren den Jakobsweg zu gehen und sich auf diese Erfahrung einzulassen.“ Ist ihm auch schon ziemlich gut gelungen. . . Fotos: Norbert Lüftenegger/KK 52 SPORTaktiv

VALIS HÖLLE IST DER HIMMEL AUF ERDEN ÖSTERREICHS GRÖSSTE BIKE-REGION Mehr als 80 km Lines & Trails, 9 Bergbahnen und 7 Berge rund um Saalbach, Leogang und Fieberbrunn www.bike.saalbach.com WENN TRAILS FRAUENNAMEN TRAGEN, IST DAS EIN ZEICHEN, DASS DER BIKE- SPORT ENDLICH WEIBLICHER WIRD. SO WIE RUND UM SAALBACH UND CO. Fotos: Mia Knoll, Klemens König Ein Blick in die strahlenden Gesichter auf dieser Seite sagt alles: Das Mountainbiken hat doch viel mehr zu bieten als männliche Muskelspiele, Schweiß und Konkurrenzdenken in Form von Strava-Koms. Spaß, Sonne und einfach eine gute Zeit mit Gleichgesinnten haben zum Beispiel. Gemütlichkeit und Sportlichkeit schließen sich keineswegs aus, das wissen alle, die in Salzburg in Richtung Saalbach, Leogang und Fieberbrunn unterwegs sind. Früher Hort schweißtreibender Urlaube von downhillbikenden Männerhorden, sind die Trails, Bars und Sonnenbankerl mittlerweile bevölkert von sportlichen Damenrunden jedes Alters. Gravelbike, E-MTB und Rennradboom tragen das ihre dazu bei, die Orte bunter und weiblicher einzufärben. Doppeltes Glück für die Region, dass mit Vali Höll Österreichs beste und schnellste Frau auf dem Downhillbike eine waschechte Saalbacherin ist. Kein Wunder, dass sie mit dem Bike vor ihrer Haustür oben am Spielberghaus aufgewachsen ist. „Ich wohne im Bike-Paradies – dort wo andere Urlaub machen! Cool ist auch, dass meine Eltern von Anfang an komplett aufs Biken eingestellt waren.“ (Valentina Höll) Eine Sektion der Weltmeisterschaftsstrecke von 2020 im Bikepark Leogang trägt jetzt ganz ihren Namen – „Vali’s Hölle“. Ab Sommer steht diese Passage als eigenständige Downhill-Line zur Verfügung. Auch Fieberbrunn hat jetzt einen „eigenen“ Trail. Der Schweinestberg-Trail (4 km/leicht) führt von der Streuböden-Mittelstation über einen bewaldeten Bergrücken zur Talstation. Eine breite Linienführung zaubert Bikerinnen ein Grinsen ins Gesicht. Der Easy Park Obingleiten lädt zum „Spielen“ am Bike genauso ein wie der neue Pumptrack. Zurück in Saalbach: Am Fuße der Kohlmaisbahn in Saalbach wird zu Beginn der Bike-Saison ein neuer Learn-to-Ride-Park eröffnet. Auf vier „Mini-Lines“– also kleinen Versionen der Trails – mit Zauberteppich und einem Rundkurs können Anfänger ihre ersten Versuche auf gebauten Bikestrecken machen und ihre Skills verbessern. Abgerundet wird das Angebot durch die speziell auf Bikerinnen und Biker abgestimmten Serviceleistungen wie Bike-Shops, Verleih, Bikeschulen, Guiding und Übungsareale. Und klar, auch beim Après-Bike in relaxter Atmosphäre kommen Mann und Frau voll auf ihre Kosten. SPORTaktiv 53

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