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SPORTaktiv Outdoorguide 2021

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NATURAL IS A CHOICE

NATURAL IS A CHOICE Salewas Mountain Trainer 2 Leather setzt außen auf Nubukleder und auf ein vollnarbiges Lederfutter. Devold® entwickelt hochwertige Outdoorbekleidung aus feinster Merinowolle – ohne Kompromisse. Entworfen und getestet in Norwegen, gefertigt in Europa. Das Original. Seit 1853 von norwegischen Pionieren getragen. www.devold.de tig oder sogar gesundheitsschädlich ist. „Früher kam oft Chrom VI zum Einsatz, das war tatsächlich sehr giftig“, erklärt Buczek. „Das kann sich heute aber keiner mehr leisten. Mittlerweile wird fast überall das unbedenkliche Chrom III eingesetzt.“ Und ein Gerben ganz ohne Chemie? „Nur mit Wasser wäre es auch möglich, so wie man es ganz früher gemacht hat. Das Leder wird dabei auch ganz wunderbar weich. Allerdings wird dabei so unverhältnismäßig viel Wasser eingespült, dass man sich schon die Frage stellen muss, was schlechter ist. Das Chrom oder die vergeudeten Wassermassen“, sagt Buczek. „Mit Blick auf ökologische Aspekte hat sich das Gerben in den vergangenen Jahren enorm verbessert“, weiß Salewa-Chefdesigner Thomas Moe. „Unsere Partner, die das für uns übernehmen, halten sich in jedem Fall strikt an die Umweltschutzvorgaben.“ Ob man nun zu einem Leder- oder Membranschuh greift, hängt immer auch vom Einsatzzweck ab. „Auf einer Eintagestour bei schönem Wetter ist der Lederschuh perfekt. Gehe ich mehrere Tage und könnte es dabei Regen geben, hat ein Gore-Tex-Schuh natürlich Vorteile. Weil bis der Lederschuh trocken ist, dauert es ewig“, sagt Buczek. Lederschuhe haben zudem immer noch ein wenig das Image, dass sie bockig sind und eingegangen werden müssen. „Das stimmt aber nicht mehr“, sagt Buczek. „Früher, als die Schuhe zwiegenäht waren, hat das schon gestimmt, da waren sie anfangs sehr steif.“ Auch Thomas Moe schlägt in diese Kerbe. „Dank neuer Verarbeitungsprozesse auch bei den Gerbereien ist das Eingehen quasi überflüssig. Lederschuhe sind mir dem Kauf bereits verlässlich bequem.“ So oder so sollte man eine große Tour nicht mit einem komplett neuen Schuh gehen, sondern ihn erst einmal auf kleinerer Runde ausprobieren – ganz egal, aus welchem Material er gefertigt ist. Leder ist auch robuster und bekommt maximal ein paar Kratzer, wenn man am Felsen reibt oder hängen bleibt. „Haltbarkeit und Langlebigkeit sind ein großer Vorteil“, sagt Thomas Moe von Salewa. „Kunstfasern reißen da mit der Zeit sicher schneller auf“, ergänzt Herbert Buczek von Asolo. Dafür sind Lederschuhe auch schwerer, was sich bei sehr langen Touren durchaus bemerkbar machen kann. Ein großer Vorteil ist die Stabilität, wie Alexander Würtinger von Lowa erklärt. „Gerade beim Bergabgehen unterstützt der robustere und stabilere Lederschuh den Fuß sehr, das wird gerne übersehen. Das kann ein Synthetikschuh in der Form nicht. Zum einen ist das ein Sicherheitsmerkmal, zum anderen kommt man einfach we-

niger ermüdet wieder unten an.“ Sein Tipp generell: „Den Bergschuh lieber eine Kategorie höher nehmen. Das entlastet die Gelenke und vor allem, wenn man mit Rucksack geht, ist mehr Stabilität unerlässlich. Gewicht nicht beim Schuh einsparen, sondern lieber ein Wurstbrot weniger einpacken und auf der Hütte jausnen.“ Ganz im Trend der Zeit ist der Nachhaltigkeitsaspekt. Denn eigentlich ist Leder ein Abfallprodukt, das weggeworfen würde, wenn man es nicht zurichten würde. „Denn die Kuh stirbt ja nicht für das Leder, sondern für das Fleisch“, bringt es Buczek wieder auf den Punkt. „Grundsätzlich spricht der natürliche Ursprung des Materials natürlich fürs Leder“, meint Thomas Moe. „Kritische Punkte bleiben trotz positiver Entwicklungen der Gerbungsprozess sowie generell die Frage nach Art und Weise der Tierhaltung.“ Daher gibt es sowohl bei Salewa als auch bei Asolo und Lowa die Nachfrage nach veganen Schuhen. Die wiederum kommen kaum ohne Erdöl aus – da stellt sich dann wiederum die Frage, was in der Gesamtklimabilanz jetzt der bessere Weg ist. Salewa forscht daher seit Jahren an alternativen Materialien wie Wolle und Hanf. „Wir gehen davon aus, dass es mittelfristig eine Vielzahl an Entwicklungen geben wird, die ölbasierte Materialien ablösen“, blickt Chefdesigner Moe in die Zukunft. Egal ob Leder oder nicht. Der Bergschuhmarkt boomt. Große Sportgeschäfte in München verlangen schon nach Termin-Reservierung für einen Kauf. Dafür bekommt man dann auch wirklich eine halbstündige gute Beratung. Die große Nachfrage hat ihren Preis. „Die Rohstoffe sind knapp, es gibt Lieferschwierigkeiten und wir sind auch mit den Produktionskapazitäten am Limit“, sagt Buczek. Der Effekt: 7 Prozent höhere Kosten, die Asolo in dieser Saison noch schluckt, „aber dann werden die Schuhe teurer werden.“ Nur das Leder könnte wieder billiger werden. „Der Preis hängt nämlich auch mit Corona zusammen“, sagt Buczek. „Durch die globalen Lockdowns war die Gastronomie lange geschlossen, es gab weniger Feste und Feiern und dadurch wurden auch weniger Rinder geschlachtet. Das bedeutet weniger Leder und steigende Preise.“ TIPPS ZUR PFLEGE Thomas Moe von Salewa rät zu Folgendem: „Idealerweise entfernt man Schnürsenkel und Innensohle, um den Schuh gründlich mit Wasser reinigen zu können. Anschließend wird auf den feuchten Schuh eine spezielle Lederpflege aufgetragen. Hier raten wir auf umweltfreundliche bzw. PFC freie Produkte zu achten. Der Schuh sollte niemals an der prallen Sonne getrocknet werden, um zu vermeiden, dass das Leder spröde wird. Ebenfalls darauf achten, dass der Schuh auch innen gut austrocknet, um Schimmelpilz zu vermeiden. Hierfür hilft immer noch das altbewährte Zeitungspapier. Alexander Würtinger von Lowa ergänzt: „Besonders wichtig sind spezielle Pflegeprodukte. Auch die aber nicht zu dick auftragen, damit die Poren nicht versiegelt werden. Wichtig ist auch, dass das Leder nicht trocken wird. Gerade an der Stelle des Großzehengrundgelenks, wo der Schuh abgebogen wird.“ KLEINE VERLETZUNGEN GUT VERSORGT Bepanthen ® Plus desinfiziert und heilt – und beugt so Infektionen vor. Kleine Unfälle und Verletzungen sind schnell passiert, vor allem auch beim Sport. In den meisten Fällen handelt es sich um oberflächliche Wunden wie Schürf-, Riss-, Kratz- oder Schnittwunden, bei denen die oberen Hautschichten lokal geschädigt sind. In der Regel kommt es dabei nur zu einer leichten Blutung mit geringfügigen Schmerzen. Bei offenen Wunden besteht jedoch die Gefahr einer Wundinfektion. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Wunde zu desinfizieren, um Infektionen vorzubeugen. Bepanthen®-Plus-Creme vereint den desinfizierenden Wirkstoff Chlorhexidin mit dem wundheilungsfördernden Dexpanthenol. Dank des dualen Wirkprinzips eignet sich Bepanthen®-Plus- Creme zur Behandlung von oberflächlichen Wunden aller Art, bei denen das Risiko einer Infektion besteht. Bepanthen® Plus ist auch als handlicher Spray erhältlich – ideal zur Erstversorgung und für unterwegs. MEHR INFOS www.bepanthen.at Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. L.AT.MKT.07.2020.10212 ANZEIGE / Fotos: Bepanthen SPORTaktiv 67

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