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SPORTaktiv Skitourenguide 2021

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SKIBERGSTEIGEN, ALSO DAS

SKIBERGSTEIGEN, ALSO DAS SKITOURENGEHEN ALS WETTKAMPFSPORT, ENTWICKELT SICH, 2026 WIRD ES INS PROGRAMM DER OLYMPISCHEN SPIELE AUFGENOMMEN. BEI DER OLYMPIAPREMIERE DABEI SEIN WILL PAUL VERBNJAK – MIT 19 DAS GRÖSSTE HEIMISCHE TALENT UND AUF DEM SPRUNG IN DIE WELTKLASSE. INTERVIEW: CHRISTOF DOMENIG 26 SPORTaktiv

OLYMPIA IST DAS GROSSE Fotos: Maurizio Torri Den Namen Verbnjak kennt man in der Ausdauersportszene. Papa Heinz war Mountainbiker (unter anderem Europameister 2006) – nebenbei ein starker Skibergsteiger und langjähriges Mitglied im Nationalteam. Sohn Paul macht es umgekehrt: Mit 15 Jahren entschied er sich gegen den Radsport und für den Wettkampf-Skitourensport. Im letzten Jahr hat der 19-jährige Klagenfurter richtig abgeräumt: zwei Weltmeistertitel, neun Weltcupsiege, überlegener Sieg im Gesamtweltcup im letzten Juniorenjahr. Im Dezember wird Paul Verbnjak 20 und startet in seine erste Saison bei den Erwachsenen. Der Kärntner ist aktuell einer von nur vier österreichischen Heeressportlern (also faktisch: Profis) in der Sportart Skibergsteigen. Ein Zeichen, dass sich die Sportart entwickelt. In Österreich galt das Skibergsteigen lange Zeit (und auch zu Heinz Verbnjaks Zeiten) als Liebhaberei für fanatische Freizeitathleten, die für den Sport ihre Freizeit opfern, während sie in anderen Alpenländern – wie Frankreich, Italien, Schweiz oder auch Spanien – einen ungleich höheren Stellenwert genießt. Doch es tut sich auch bei uns einiges. 2014 erfolgte die Eingliederung in den Österreichischen Skiverband. International wurde das Ziel einer Aufnahme ins olympische Programm jahrelang verfolgt und im heurigen Juni endlich erfolgreich abgeschlossen: 2026 in Mailand-Cortina feiern die Skibergsteiger ihre Olympia-Premiere. Natürlich war die Aussicht auf die Olympischen Spiele ein wichtiges Thema beim Treffen mit dem jüngsten der vier österreichischen Wettkampf-Ski- ZIEL bergsteiger, die ihren Sport wie Profis betreiben können. Aber auch nächtliches Training, der Spaß am Auspowern in einem Alter, wo andere um die Häuser ziehen. Oder die Entwicklung der Sportart, die trotz spürbarer Fortschritte und Breitensport-Boom immer noch um Aufmerksamkeit kämpft. Die sportlichen Gene hast du offenbar von deinem Papa geerbt. Die Freude am Skitourengehen auch? Ganz genau. Der Papa hat mich mit sechs, sieben Jahren erstmals auf eine Skitour mitgenommen, ich war sofort begeistert. Ich wollte damals schon schneller als er sein (lacht). Generell habe ich mich schon immer gern ausgepowert. Du kannst beim Skibergsteigen über deine Grenzen gehen und alles spielt sich in der Natur ab. Das hat seinen ganz eigenen Reiz. Wie ist es weitergegangen mit dem kleinen Paul? Ich habe alle möglichen Sportarten durchprobiert, bin aber bald draufgekommen, dass Ausdauer meins ist. Mit zwölf bin ich länger in den Triathlon eingestiegen, das hat sich dann zum Radsport entwickelt. Im Winter war ich gleichzeitig immer schon auf den Skiern unterwegs. Vor vier Jahren, mit 15, habe ich eine Entscheidung treffen müssen, ob Rad oder Tourenski: Beides geht nicht, weil die Sportarten doch sehr unterschiedlich sind und man auch Ruhephasen braucht. SPORTaktiv 27

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