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SPORTaktiv Skitourenguide 2021

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200 KM ENTFERNT VON DEN

200 KM ENTFERNT VON DEN ALPEN DESIGNED UND HANDGEFERTIGT IN FIORANO MODENESE ENTWICKELT IM WILDEN APPENNINI SCANNE DEN QR-CODE UM DIE FREERAIDER 16 IN ALLEN IHREN AUFREGENDEN DETAILS ZU ENTDECKEN! @atk_bindings @ATK Bindings 2. Verpflegung während der Tour Grundsätzlich sind zwei Arten von Pausen empfehlenswert: die ganz kurzen, um einen schnellen Müsliriegel einzuwerfen, an der Trinkflasche zu nuckeln, Fotos zu machen oder sich von der Begleitung die Schönheit der Bergwelt erklären zu lassen. Dauer: < 5 Minuten, um nicht auszukühlen und dem Körper nicht das falsche Signal zu senden, er könne in den Couch-Füße-Hochlagern-Modus wechseln. Und die längeren, bei denen man sich hinsetzt, gemütlich jausnet, in die Gegend schaut und den Daheimgebliebenen Fotos von der Schönheit der Bergwelt, die die Begleitung zuvor erklärt hat, schickt. Diese Art von Pause passiert nur ein, zweimal am Tag. 3. Dauer der ersten Tour Tipp: lieber ein bissl zu kurz als ein bissl zu lang. Wenn die erste Tour schön und ein wenig zu kurz war, bleibt man im Kopf hungrig nach mehr, die Vorfreude auf den nächsten Ausflug in den Schnee motiviert durch den Alltag. Und drittens: Bewegung und Technik 1. An die Ausrüstung gewöhnen. Ein leichter Ski, der ob der Felle nicht zurückrutscht und ein nach hinten beweglicher Skischuh, der fersenfrei in der Bindung hängt, ist eine ungewohnte Erfahrung. Am besten gewöhnt man sich an diese neue Empfindung, indem man sich in der Ebene ein wenig bewegt. Fuß anheben, Ski hängen lassen und nach links und rechts drehen, Rotation im Stand rund um Skispitze, -mitte und -ende und ähnliche Spielereien bringen Vertrauen in das neue Material. So werden Ski und Schuhe Teil des Ganzen und man ist nicht als Passagier seines Equipments unterwegs. 2. Spurbild Um das ultimative Ziel des entspannten und energiesparenden Dahindackelns (siehe Einleitung) zu erreichen, sollte die Skiführung zweierlei Eigenschaften erfüllen: parallel bleiben (eine V- oder Entenspur entlarvt dich als Novizen) und Schneekontakt halten (Ski dahinschleifen, nicht anheben). 3. Kurvenform Ähnliches gilt beim Kurvengehen. Während der gesamten Richtungsänderung werden die Ski in A-Form geführt, das heißt die Skispitzen zusammen und die Skienden auseinander. Damit gelingt die Kurve stabiler und flüssiger als in V-Form. (Spitzkehren sind Thema für leicht Fortgeschrittene und werden hier nicht behandelt.) 4. Schrittlänge. Es gibt, abgesehen von unpassenden Schuhen oder einer Liebe zu Fred- Astaire-haftem Ausdruckstanz, wenig Gründe für nervös hohe Schrittfrequenz. Die große Schaftrotation moderner Tourenschuhe erlaubt lange, ausfallende Schritte, die erstens für Ruhe und Stabilität beim Gehen sorgen, und zweitens natürlich auch energiesparender sind. Also ruhig den Ski aktiv nach vorne schieben. (Ich verwende beim Führen eine kleine Eselsbrücke, um meinen Schrittrhythmus lang und ruhig zu halten, indem ich bei voller Schrittlänge jeweils die Skispitze des einen Skis am Vorderbacken des anderen Skis orientiere.) 5. Verwendung der Steighilfe Tipp: gar nicht. Viele Einsteigerinnen und Einsteiger tun sich schwer, die Steighilfe nicht zu verwenden („Ich habe schließlich dafür gezahlt!“). Tatsächlich hat die Steighilfe im moderaten Gelände einer ersten Skitour eher eine Reihe von Nachteilen und keine Vorteile. Instabilität, Unterbrechung des Gehflusses und vor allem keine Möglichkeit für den Quadrizeps in die Foto: Stephan Skrobar

volle, entspannende Streckung zu kommen. Steighilfe in zu flachem Terrain verwenden ist wie mit gebeugten Knien mit Stöckelschuhen zu gehen. Wem das gefällt, der soll’s gerne machen. Profis sind in freier Wildbahn übrigens selten mit Steighilfe anzutreffen. STEPHAN SKROBAR ist staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer und Alpinausbildner für den steirischen Skilehrerverband. Gemeinsam mit Peter Perhab leitet er das ‚Die Bergstation Freeride & Alpin Center‘. Stephan betreibt außerdem eine Kommunikationsagentur und mag Punkrock. 6. Felle Das Auf- und Abziehen der Felle gehört am Beginn einer Skitourenkarriere zu den mühsamen Minuten des Tages. Glücklicherweise gilt auch hier, je öfter man Felle anbringt und verstaut, desto leichter geht das von der Hand, und nach ein, zwei Saisonen dauert das ganze nur mehr ein paar Sekunden. Ein paar Tipps: dem Wind den Rücken zukehren. Überlegen, ob man die weit verbreitete Folie zwischen den Fellen wirklich benötigt. Zu Hause im Warmen üben. Für Menschen mit viel Motivation und wenig Skitourenerfahrung (die ja die Zielgruppe dieses langen Textes sind) bleiben natürlich noch eine Menge Fragen offen: Wie ist das mit der Lawinengefahr? Wie führe ich eine Spitzkehre aus, ohne meine Würde zu verlieren? Was brauche ich an Sicherheitsausrüstung? Und wie komme ich von diesem Berg wieder runter, wenn ich mal oben bin? Einige dieser Fragen werden in Nachfolgeartikeln beantwortet oder sind in diesem Medium bereits behandelt worden. Der wahrscheinlich beste Tipp ist, in professioneller Begleitung mit dem Skitourengehen zu beginnen. Dann werden alle hier angeführten Anregungen und noch viel mehr direkt im Schnee in entspannter Stimmung ausprobiert. Macht noch um einiges mehr Spaß als nur darüber zu lesen. ANZEIGE / Fotos: Scott Sports IT’S A MATCH Um das höchste Maß an Komfort, Funktionalität und Innovation zu bieten, hat SCOTT Helme und Skibrillen entwickelt, die sich perfekt integrieren lassen und für jeden Fahrertyp geeignet sind. Die cleveren Produkte sind perfekt aufeinander abgestimmt, sodass sie neben ihrer Funktion auch den ultimativen Style am Berg garantieren. SCOTT SYMBOL 2 PLUS D. Durch MIPS®-Integration und D3O®-Einsätze setzt dieser Helm neue Maßstäbe bei Stößen mit niedriger, mittlerer und hoher Geschwindigkeit. Außerdem bieten die speziell entwickelten 360°-Pure-Sound Ohrabdeckungen eine verbesserte Geräuscherkennung in jedem Gelände. www.scott-sports.at SCOTT SHIELD. Mit einem einzigartigen halbrandlosen Design und großer zylindrischer Scheibe bietet die Shield ein maximales Sichtfeld. Dank des breiteren Brillenbands für einen unvergleichlichen Stil und der Amplifier-Scheibentechnologie von SCOTT ist die Shield für jedes Terrain geeignet – made in Austria. SPORTaktiv 37

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