Aufrufe
vor 3 Jahren

SPORTaktiv Winterguide 2016

  • Text
  • Skiurlaub
  • Oesterreich
  • Pisten
  • Schnee
  • Skifahren
  • Skifahrer
  • Skigebiete
  • Sportaktiv
  • Winterguide

LADYS FIRST FOTO: iStock

LADYS FIRST FOTO: iStock TEXT: Claudia Riedl 216 SPORTaktiv-WINTERGUIDE 2016/2017

FRAUEN TICKEN ANDERS ... AUCH BEIM SKIFAHREN. Die Sportartikelindustrie hat auf diesen Umstand mit spezieller Ausrüstung für Damen reagiert. Ob die Modelle „für sie“ tatsächlich Sinn machen und wie Männlein und Weiblein sich sonst auf der Piste unterscheiden? SPORTaktiv kennt die Antworten. Sie ist gern mit Blümchen oder anderen Mustern verziert und sieht adrett aus: die Wintersportausrüstung für Frauen. Alles Mädchenkram? Von wegen! Nicht erst seit diesem Winter bietet der Markt Skiequipment extra für die Dame, das sich aber nicht nur in der Optik, sondern auch in der Funktion vielfach von den klassischen Unisex-Modellen unterscheidet. Und das hat schon seine Gründe. Petra Hofer von Giga sport verrät uns im Folgenden, wie die „feminine“ Skiausrüstung funktioniert, was es beim Kauf zu beachten gilt – und wie „frau“ fahr- und styletechnisch diesen Winter ganz leicht die Kurve kriegt. SINN ODER UNSINN? Derzeit gibt es auf dem Sportartikelmarkt eine breite Palette an frauenspezifischer Skiausrüstung. Vor allem die Damenskier bzw. Ladycarver, die Bindungen und Skischuhe sind genau auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten. Den „femininen“ Handschuh gibt’s noch obendrauf. Ob die Damenausrüstung auch wirklich Sinn macht, wollten wir von Ski-Expertin Petra Hofer von Gigasport Graz genauer wissen. Und sie erklärt uns gleich: „Damenskier und Co. haben absolut ihren Nutzen. Frauen haben einfach einen anderen Körperbau als Männer und auch der weibliche Körperschwerpunkt liegt durch das breitere Becken, die schmälere Taille und die Rundungen an Bauch, Beinen und Po weiter hinten. Natürlich spielen auch Gewicht und Größe eine Rolle. Frauen sind in der Regel kleiner und leichter als Herren, weisen meist eine schwächer ausgeprägte Muskulatur auf und können somit beim Skifahren auch weniger Kraft einsetzen.“ DER SKI FÜR SIE Wie werden diese Geschlechterunterschiede nun bei der Produktentwicklung umgesetzt? Petra Hofer wirft für uns einen Blick auf das Material: „Der Damenski unterscheidet sich vom klassischen Alpinski grundsätzlich in Gewicht, Optik und Montagemittelpunkt. Da die Frau im Schnitt weniger Kraft einsetzen kann, muss bei den Damenskiern das Gewicht reduziert werden. Um das zu erreichen, versehen einige Hersteller die Skier mit leichteren Holzkernen, z. B. aus Pappelholz oder sogar mit Kunststoffkernen. Aufgrund des unterschiedlichen Körperschwerpunkts sitzt beim Damenski auch die Bindung weiter vorn, sodass „sie“ den Ski mit weniger Kraftaufwand drehen kann. Optisch unterscheidet sich das Damen- vom Herrenmodell meist durch die Farbgebung oder durch typisch ‚weiblichen‘ Aufdruck. (Mehr zum Thema Ladyski siehe Seite 220 und 221.) 217

Magazin

SPORTaktiv April 2016
SPORTaktiv 1 2016
SPORTaktiv Bikeguide 2016
SPORTaktiv Laufguide 2016
SPORTaktiv Winterguide 2015