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SPORTaktiv Winterguide 2018

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noch Sitzplätze

noch Sitzplätze rundherum bietet, umso besser. Und weil wir schon beim Inventar sind: Holz sollte bei einer Hütte das dominierende Material sein, egal, ob bei der Gestaltung der Theke, der Tische oder der Wände. Apfelstrudel und Kaiserschmarrn – immer noch zwei Hüttenklassiker, die in einer urigen Hütte einfach dazugehören Griaß di! Noch wichtiger: der Empfang. Ein Wirtshaus ohne Wirt oder Wirtin ist eine traurige Angelegenheit. In der Hütte, die in der Regel ja recht übersichtlich ist, gilt das noch stärker. Auch wenn gerade viel los ist, wir würden gern freundlich begrüßt werden, wenn wir in die gute Stube stapfen. Apropos: Ein „Du“ ist auf Österreichs Bergen immer die beste Ansprache, auch wenn die Hütte vielleicht noch knapp unter der Baumgrenze liegt. Zumindest marginale Fremdsprachenkenntnisse sind übrigens auch von Vorteil. Dann geht es ans Bestellen. Wir lehnen uns jetzt weit hinaus, stehen aber dazu: Selbstbedienung ist in einer Hütte mittlerweile ziemlich fehl am Platz, außer vielleicht auf der Terrasse. Und noch etwas hat sich im Laufe der Jahre gewandelt: Mit Gulaschsuppe und Germknödeln allein gewinnt man nicht mehr die Herzen der verwöhnten Gäste. Es muss nicht viel sein, das auf der Karte steht, im Gegenteil. Konzentration auf das Wesentliche kann sehr sinnvoll sein. Aber das, was es gibt, sollte hausgemacht und frisch sein. Auch auf 1500 Metern Seehöhe und darüber. Wie etwa in einer unserer Lieblingsgegenden. Der Fanningberg in Salzburg ist keine glamouröse Destination, sondern ein übersichtliches Familienskigebiet mit einem erfreulichen kulinarischen Niveau. Die Edelweißalm etwa besitzt weder WLAN noch eine Facebook-Seite, dafür strahlt sie viel Gemütlichkeit aus und das Personal ist freundlich und flott. Außerdem liegt die Hütte perfekt am Rande der Piste und überzeugt durch Schmankerln aus dem Lungau. Kulinarische Grenzfälle Die guten Wirtinnen und Wirte setzen sowieso seit jeher auf regionale Bezüge. Auch an Vegetarier und Veganer wird gedacht: etwa mit veganen Steinpilztascherln. Fotos: Sonnalm Hütte, Gamskogelhütte, Almzeit Hütte 142 SPORTaktiv

Am Hochkar in Niederösterreich darf es schon ein wenig anders schmecken als im Tiroler Ötztal. In diesem Sinne sind die Grenzregionen besonders spannend. Die Gamskogelhütte am Katschberg ist so ein Fall, sie liegt genau am Berührungspunkt von Kärnten und Salzburg. Im einen Bundesland wird gekocht, im anderen gegessen. Dort, wo Kärnten an die Steiermark grenzt, verschmelzen in der Sonnalm-Hütte auf der Turracher Höhe sogar die landestypischen Köstlichkeiten zu einem Gericht. Kärntner Nudeln mit Kernöl, klingt vielleicht ein wenig seltsam, schmeckt aber himmlisch. Und noch eine Lieblingshütte auf der Turrach sollte man hier erwähnen, zumal sie in dieser Saison „frisch“ übernommen wurde. Die AlmZeit liegt knapp unter der 2000-Meter-Grenze und ist am leichtesten mit der Panoramabahn zu erreichen. Das Wirte-Ehepaar Mathiesl, das im vergangenen Sommer hier startete, macht schon jetzt einen sehr guten Job. Da gibt es nämlich nicht nur herzhafte Kost wie diverse Reindl-Gerichte, sondern auch reichlich Auswahl für vegetarisch und vegan lebende Sportler. Falls ihr zu dieser wachsenden Zielgruppe gehört: Probiert bei Georg Mathiesl unbedingt die Steinpilznudeln oder den Veggie-Burger. Was die Wirte auf der Turrach auszeichnet, gilt auch für viele andere Gastronomen auf Österreichs Bergen. Sie müssen ungemein flexibel sein, denn wenn die Sonne lacht, kommen zigmal mehr Gäste als an einem trüben Tag. Und sie müssen ihre Hütten oft auf unkonventionellen Wegen versorgen. Mit Liften, Gondeln, Materialseilbahnen oder im Geländewagen. Vielleicht sollte man an diese Herausforderungen denken, wenn man einmal vergeblich etwas ganz Spezielles auf der Karte sucht. Prost, Mahlzeit! Zum Finale noch zu den Getränken. Auch sie kommen heute erfreulich oft aus der näheren Umgebung. Vom Fruchtsaft bis zum Bier gibt es hier viel zu entdecken. Und damit zu einem „heiß diskutierten“ Thema im Wintersport: dem Alkohol. Im berühmtesten Skifahrer-Lied dieses Landes sang Wolfgang Ambros: „Ob’m auf da Hütt’n kauf’ i ma an Jägertee, weil so a Tee mocht’ den Schnee erst so richtig schee.“ Gilt das heute noch? Letztlich ist jede und jeder selbst verantwortlich, wie er auf die Piste zurückkommt. Aufmerksames Personal in der Hütte wird aber rechtzeitig einschreiten, bevor man es übertreibt. Damit man auch das nächste Mal wieder gesund und munter einkehren kann. WILLKOMMEN IM HOME OF LÄSSIG Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn wartet wieder mit tollen Neuerungen auf. SAALBACH. Mit seinen 270 Abfahrtskilometern ist der Skicircus nicht nur eines der größten Skigebiete Österreichs. Er bietet auch mehr als 60 gemütliche Hütten, Snowparks, Flutlichtpisten, Rodelbahnen und einen Freeride Park. Und auch in diesem Winter gibt es wieder etwas Neues für jede Menge Action: Die Funslope Zwölfer und die Funslope U-Bahn bieten mit beeindruckenden Schneebauten Pistenaction der ganz besonderen Art. Zudem neu: Die Kohlmaisbahn in Saalbach und die Asitzmuldenbahn in Leogang. Mehr Infos unter: saalbach.com 18. und 19. Jänner 2019 Streckenlänge: 25,6 km | Höhendifferenz: 6.400 m Freitag, 18. Jänner 2019 9–19 Uhr: Startnummernausgabe im Rennbüro Talstation Millennium Express 12–15 Uhr: Streckenbesichtigung ab 15 Uhr: Grand Opening mit UNIQA „Schüler Race“ & Warm up Party Samstag, 19. Jänner 2019 8.15 Uhr: Start zum 10 Jahre Schlag das ASS Jubiläumsrennen ab 9 Uhr: Zielankunft der ersten Teilnehmer ca. 12 Uhr: Siegerehrung im Zielgelände Infos & Anmeldungen www.schlagdasass.at Meine Kleine.

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