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SPORTaktiv Winterguide 2018

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Fotos: Moritz Ablinger,

Fotos: Moritz Ablinger, Albert Florian

GIB DIR DIE KANTE SNOWBOARDEN KOMMT LANGSAM WIEDER AUS DER NISCHE, FINDET MANUELA MANDL, DIE ALS NEUE SNOWBOARD-WELTMEISTERIN AUS WIEN EINE „EXOTIN“ IST UND MIT KINDERN AUS OSTÖSTERREICH ÜBT, ÜBER FELSEN ZU SPRINGEN UND IM TIEFSCHNEE ZU POWDERN. TIPPS FÜR DEN RITT AUF DER KANTE VON EINEM „STADTKIND“. VON CHRISTOPH HEIGL FREERIDE-ABC SO LÄUFT EIN FREERIDE-WETTBEWERB AB: IM FREIEN GELÄNDE AM BERGHANG („FACE“) SIND START UND ZIEL VORGEGEBEN. NACH GUTER VORBE- REITUNG UND ORIENTIERUNG VOM GEGENHANG AUS („FACECHECK“), ABER OHNE TRAININGSMÖGLICHKEIT, VERSUCHT MAN, MÖGLICHST SCHÖN, SPEKTAKU- LÄR UND FLÜSSIG („FLOWIG“) HINUNTERZUFAHREN UND SCHWIERIGKEITEN WIE SPRÜNGE ÜBER FELSEN („DROPS“) EINZUBAUEN. EINE JURY AUS PUNKTE- RICHTERN („JUDGES“) BEWERTET DEN LAUF. obei, Stadtkind ist relativ. Manuela Mandl, jetzt erwachsene 30 Jahre alt, ist zwar durch W und durch Wienerin, verbrachte als Kind aber viel Zeit im steirischen Ennstal, wo ihre Eltern am Hauser Kaibling eine Ferienhütte haben. Mit den dortigen Nachwuchs-Pistoleros eiferte sie mit, lernte Dachstein-Gletscher und Co. von ihrer steilsten Seite kennen und war oft gefordert, mit teils älteren, männlichen Locals mithalten zu müssen. Die Basis war gelegt. „Ich empfinde das als Privileg, wie ich aufgewachsen bin, und möchte versuchen, das auch anderen zu vermitteln“, sagt Mandl. Exotin? Wir einigen uns auf „Wienerin mit exotischem Lebensstil“. Bis 14 fuhr Mandl Ski, dann entdeckte sie das Snowboarden für sich und ließ es nicht mehr los. Das hat zum einen seine Gründe im Ursprung der Sportart als „Subkultur, die dem Snowboarden noch immer innewohnt“, wie sie meint. „Das Boarden hat noch eine grundrelaxte Atmosphäre. Es geht viel um Style und Freiheit und darum, dass es eigentlich wenig Regeln braucht.“ Zum anderen ist es die Faszination des Sports selbst. „Diese Zentrifugalkraft kann man sehr schnell erleben. Dieses Gleiten und das Schwebegefühl, für das schon 10, 15 Zentimeter Tiefschnee reichen“, schwärmt sie. „Für all das braucht es keine zwei Bretter, sondern nur diese eine Kante.“ Und als Nachsatz mit Augenzwinkern: „Beim Snowboarden kann man im Tiefschnee auch nicht so viel verlieren. Wie oft ich früher beim Skifahren meine Ski und Stecken gesucht habe!“ Ski fährt sie auch heute noch, aber wie beim Biken und Klettern laut Eigendefinition „auf eher mäßigem Niveau“, und auf Nachfrage korrigiert sie auf „schon schnell und risikofreudig, aber technisch halt nicht so ausgereift“. Nicht, dass es für den Spirit der Boarder-Community wahnsinnig wichtig wäre, aber beim Snowboarden gibt SPORTaktiv 199

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